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Segeln in den Schwedischen Schären

Regenbogen in den Schären

6. Segeltag, 26. August 2007

Oxelösund N: 58:39,8 E: 17:06,2

Heute mussten wir beim Frühstücken eine wichtige Entscheidung treffen. Entweder einen weiteren Tag Richtung Norden fahren oder wieder zurück Richtung Süden. Wir entschieden uns für den Süden, damit einfach ein Tag Reserve als Sicherheit zu Verfügung steht. Bei Wind aus W mit 4 — 5 Beaufort erreichten wir Små Viskären gegen 16:45 Uhr, die Einfahrt zur Inselgruppe gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die enge Einfahrt zwischen zwei kleinen Inseln hindurch war nicht gleich als Einfahrt zu erkennen. In Schrittgeschwindigkeit ging es zum Ankerplatz.

Denn Nachmittag verbrachten wir damit die einzelnen Inseln mit unserem Beiboot zu erkunden. Am Abend errechnete ich den Segelschnitt des heutigen Tages. Wir hatten 30,2 SM zurückgelegt mit einem Schnitt von 5,82 Knoten. Insgesamt hatten wir bis jetzt 124,29 SM zurückgelegt.

7. Segeltag, 27. August 2007

Små Viskären N: 58:19,5 E: 16:57,9

Heute war ein ruhiger Segeltag. Nach 2½ machten wir einen Zwischenstopp im Hafen von Fyrudden. Frischwasser auffüllen und im Supermarkt Salat und etwas Fleisch nachkaufen. Kurz vor 18:00 Uhr erreichten wir die Bucht Langviken. Vorsorglich verlängerten wir unser Ankertau von 45 Meter auf 70 Meter, weil die Bucht mit 7 — 8 Meter Wassertiefe für Schären Verhältnisse sehr tief ist. Beim Anlegen fing es an zu regnen und es sollte den ganzen Abend nicht mehr aufhören. Der Abend war lustig und unterhaltsam bei Rotwein und Skatspielen.

Blick durch die Bäume auf die Yacht

8. Segeltag 28. August 2007

Langviken N: 58:02,5 E: 16:44,8

Vor dem Frühstück wurde ein kleiner Rundgang auf der Insel gemacht. Wir mussten feststellen, dass es in den Schären schon die ersten Herbstanzeichen gibt. Um 08:00 Uhr hatten wir nur 6° Grad auf dem Thermometer bei blauem Himmel und Sonnenschein. Die übliche Abenderkundung viel ja am Abend wegen des Regens aus. Langviken ist eine sehr bewaltete Insel, mit viel Unterholz und Heidekraut.

Nach dem Frühstück machten wir die Tagesplanung an Deck mit dem Ziel Spårö Båk „Lilienstengel“ (bei uns heißt dieser Ankerplatz nur „Lilienstengel“, weil der Leuchtturm genau so aussieht wie in einer Geschichte von Astrid Lindgren). Laut Wetterbericht soll der Wind aus NW mit 5 -6 Beaufort kommen und am Spätnachmittag etwas stärker. Wir segelten gegen 10:45 Uhr los und setzten nur die Genua. Diese Entscheidung stellte sich als bald als Richtig heraus. Mit jeder weiteren Stunde wurde der Wind stärker. Gegen 15:00 Uhr hatten wir nur noch ¼ unserer Rollgenua gesetzt. Deshalb wurde auch entschieden nach Västervik in den Hafen zu fahren und die Nacht im Hafen zu verbringen.

Nach diesem rauen Seetag, tat die warme Dusche und die Sauna im Hafen richtig gut. Gut aufgewärmt und Gesäubert ging es am Abend in die Innenstadt von Västervik bei Vollmond.



Die Seenotretter: DGzRS