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Heiligenhafen - Aarhus und zurück (Fortsetzung)

Strand von Bagenkop
Strand von Bagenkop

2. Tag Montag: Heiligenhafen nach Bagenkop 30 sm

Karin ist an Bord! 

Der Badestrand in Bagenkop ist menschenleer. Der alte Fähranleger vergammelt. Nur die paar Segler halten anscheinend das Leben hier aufrecht.

Ziemlich voll dagegen ist der Hafen. Trotzdem finden wir einen passablen Platz. Der Fährverkehr ist schon einige Zeit eingestellt und statt der Butterdampfer liegen schmucke Wochenendhäuser am Steg.

 

Brücke über den großen Belt
Brücke über den großen Belt
Friedliche Stimmung in Kerteminde
Friedliche Stimmung in Kerteminde

3. Tag Dienstag: Bagenkop an Marstal vorbei nach Nyborg 47 sm

Durch diesen dünnen Schlauch bei Marstal und dann rechts ums Eck geht die schmale Fahrrinne nach Rudköbing. Seit die Fähre in Nyborg nicht mehr verkehrt, hat sich am Hafen viel verändert. Den Kapitän der „Kongs Frederik IX“ habe ich noch gut gekannt.

Einige Zeit lag die 1951 gebaute Eisenbahnfähre noch in Nyborg als Museumsschiff. 2005 wurde sie in Indien (mit Asbest will niemand mehr zu tun haben) verschrottet.

4. Tag Mittwoch: Nyborg bis Kerteminde 27 sm

Beim Verlassen des alten Hafens passieren wir die modernen Neubauten mit ihren riesigen verglasten Terrassen. 1500 Leute , die seinerzeit mit dem Fährbetrieb zu tun hatten, verloren ihren Job als die Brücke fertig war. Auch die ökologischen Folgen beginnen sich auszuwirken: Die Fundamente der 254 m hohen Pylone verwirbeln die bisher laminar strömenden Schichten (salzhaltig und sauerstoffreich im Bodenbereich von der Nordsee herein, das sauerstoffarme und mit Düngemitteln überladene Oberflächenwasser hinaus) und behindern so den notwendigen Austausch, der hauptsächlich durch den großen Belt erfolgt.

 

5. Tag Donnerstag: Kerteminde bis Kolby Kas auf Samsö 28 sm

Der Morgen verspricht wieder herrliches Segelwetter...

Samsö begrüßt uns schon mit seinen Windrädern am Paludans Flak.

Bald legt auch die INGO an. Der Schoner gehört einem schwedischen Verein.
Der Einladung zur Besichtigung kann ich nicht widerstehen. Skipperin ist eine Süddeutsche, die es an die Uni Göteborg verschlagen hat. Sie sind unterwegs nach Rostock zur Hanse Sail, um mit Gästefahrten etwas Geld zu machen.

In Ballen auf der anderen Seite ist Einiges los. Auch der Strand ist gut besucht.
Auf dem 10 km langen Fußmarsch zurück gibt es noch mancherlei zu sehen.

Paludans Flak
Windräder von Paludans Flak


Die Seenotretter: DGzRS